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In Schweden werden Elektroautos nicht mehr subventioniert

Die skandinavischen Länder, insbesondere Schweden, umgeben sich gerne mit der Aura des gesellschaftlichen Fortschritts; Entwicklungen, die dort ihren Ausgang nehmen, gelten Politikern und Medien anderer Länder als zukunftsweisend. Das gilt auch für Mobilitätsthemen. Schweden habe bei der Elektromobilität „die Nase vorn“, ist da zu lesen, das „rasante Wachstum“ wird gepriesen. So rasch haben sich die Elektroautos im Land durchgesetzt, dass die entsprechenden Subventionen jetzt ersatzlos gestrichen werden. Der „Klimabonus“, der den Käufern von Plug-in-Hybriden und vollelktrischen Fahrzeugen bislang gewährt wurde, kann für Modelle, die nach dem 8. November bestellt wurden, nicht mehr abgerufen werden.

Und das aus guten Gründen: „Klimabonus-Autos machen heute rund die Hälfte des Pkw-Neuwagenabsatzes aus und sind in den meisten Preisklassen erhältlich“, teilt die schwedische Regierung mit, und fügt hinzu: „Auch die Anschaffungs- und Fahrkosten eines Klimabonus-Autos sind inzwischen vergleichbar mit den Anschaffungs- und Fahrkosten eines Benzin- oder Dieselautos.“ Prämien seien daher nicht mehr gerechtfertigt.

Ob die Schweden auch mit dieser Entscheidung zum Vorreiter werden? Andere EU-Staaten dürften die steuerzahlerfreundliche Neuregelung in Schweden jedenfalls mit Interesse zur Kenntnis nehmen – zumal die EU-Kommission ohnehin für das Jahr 2035 den Zwangsausstieg aus der Verbrennertechnik beschlossen hat und damit keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind, um die Technologie zu etablieren. Der ambitionierte Plan soll freilich im Jahr 2026 noch einmal überprüft werden – auf Grundlage eines anspruchsvollen Katalogs von Zielvorgaben, die aktuell von Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton definiert werden. (Jens Meiers/cen)

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Elektromobilität.

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Foto: Autoren-Union Mobilität/Audi

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